Raoul Schrott

Raoul Schrott

Raoul Schrott | Geboren 1964, aufgewachsen in Tunis und Landeck. Lebt in Österreich. Lyriker, Literaturwissenschaftler, Übersetzer, Romancier, Essayist

Arthur Jacobs

Arthur Jacobs

Arthur Jacobs | 1958 in Düren geboren. Studium der Psychologie in Würzburg und Paris. U.a. Forschungsdirektor und Leiter der „Gehirn und Sprache“-Gruppe am Centre de Recherche en Neurosciences Cognitives (CRNC) Marseille. Seit 2003 Professor für Allgemeine Psychologie an der Freien Universität Berlin.


Das Gehirn-und-Gedicht-Projekt:
Raoul Schrott und Arthur Jacobs in Lesung und Gespräch

Warum können wir uns beim Lesen so sehr in ein Buch vertiefen, dass wir die Welt um uns vergessen? Warum gehen uns Reime ein Leben lang durch den Kopf, und warum schlagen Metaphern manchmal ein wie der Blitz? Raoul Schrott hat auf der Suche nach den Geheimnissen des Gedichts die neuesten wissenschaftlichen Spuren aufgenommen. Zusammen mit Arthur Jacobs, der seit vielen Jahren die neurobiologische Basis der Sprache erforscht, arbeitet er die Überschneidungen zwischen elementaren Stilmitteln der Literatur und elementaren Prozessen im Gehirn heraus. Überall auf der Welt braucht man für die Lektüre einer Gedichtzeile ungefähr drei Sekunden - das entspricht der Kapazität unseres neuronalen Arbeitsspeichers. Metaphern sind das Produkt neuronaler Verknüpfungen, deren Mechanismen bereits sehr weit erforscht sind. Poetik und Neurobiologie illustrieren sich gegenseitig. Raoul Schrott führt uns anhand vieler Beispiele aus unterschiedlichsten Epochen vor, wie wir denken, warum wir es so tun, wie wir es tun – und wie daraus Dichtung entsteht.

Buchveröffentlichung:
Arthur Jacobs / Raoul Schrott: Gehirn und Gedicht.
Wie wir unsere Wirklichkeiten konstruieren. München: Carl Hanser 2011